Hochzeit Melly & Max, Teil 3 - Die Torte

Heute komme ich zum dritten und damit leider letzten Teil meiner kleinen Serie zur Hochzeit von Melly & Max. 

In den ersten beiden Teilen ging es darum, wie ich mit dem Brautpaar den Weg bis zu den endgültigen Keksen und Cupcakes gegangen bin. Diese Serie möchte ich nun vervollständigen und Euch vorstellen, wie wir zur Findung der Torte und damit zum wichtigsten Teil auf dem Tortenbuffet gekommen sind.


Als ich erfuhr, dass die beiden nun heiraten wollen, war ich ganz aus dem Häuschen und freut mich total für Melly & Max. Kurze Zeit danach fragte Melly mich immer wieder verschiedene Dinge zu Hochzeitstorten. Da ich aber selbst zuvor noch keine Hochzeitstorte gebacken hatte, musste ich selbst zunächst recherchieren. Als Melly mir dann aber kurze Zeit später mitteilte, dass sie sich wünschen, dass ich ihre Hochzeitstorte backen sollte, war ich überwältigt. Zwar hatte ich erst ein paar Bedenken, weil ich nicht so recht wusste, ob ich das Projekt ihren wünschen entsprechend erfüllen konnte - schließlich hatte ich noch nie eine Hochzeitstorte gebacken und schon gar nicht dekoriert. Aber eigentlich war mir dann doch recht schnell klar, dass ich diese Herausforderung annehmen würde. Es kam mir anfangs so unreal vor, weil ich plötzlich ein wichtiger Teil eines riesigen Ereignisses war und ab jetzt nichts mehr schiefgehen durfte. 

Ich fing sofort an, Ideen zu sammeln und sie den beiden immer und immer wieder zu präsentieren. Max hatte seine ganz eigene Vorstellung von einer Hochzeitstorte. Die Torte musste für ca. 80-90 Personen geplant werden und gerne hätte er eine einzige mehrfach gestapelte Torte gesehen. Diese Idee musste ich leider schnell vernichten, da ich bisher nur Erfahrungen für zweistöckige Torten sammeln konnte. Da ich nichts dem Zufall überlassen konnte und wollte, mussten wir uns auf eine Torte meiner Erfahrungsstufe einigen. Das war dann zum Glück reibungsloser als zunächst gedacht. 

Nach vielen unzähligen Treffen mit Melly, bei denen wir immer wieder neue Einfälle einbrachten, konnten wir uns zumindest schon mal darauf einigen, dass lila und weiß im Fokus standen und Melly wünschte sich außerdem Lilien.
Da stand ich vor dem nächsten Problem: Ich habe bis jetzt weder Lilien hergestellt - noch habe ich irgendwelche Vorlagen gesehen. Aber das ließ sich Dank des WWW's schnell ändern und so verbrachte ich viele Stunden am Laptop, um geeignete Vorlagen zu finden. Ich fing also bei Zeiten an, Lilien aus Blütenpaste herzustellen und diese kamen beim Brautpaar recht gut an. Ich steigerte mich von Versuch zu Versuch und mir selbst gefielen sie auch sehr gut. Das hatte ich mir wirklich nicht zugetraut...

Eine Tortenfigur haben sie besorgt und mir dann zur Verfügung gestellt.




Nun gibt es ja noch die Themen Größe und Füllung...
Also fing die Planung von vorne an. Wir rechneten und rechneten, wie viele Stücke man aus einer Torte schneiden kann und rechneten dies dann auf die Anzahl der Gäste um. So entschieden wir uns für zwei einzelne 26er-Torten und eine zweistöckige Torte.

Bei der Füllung war für Melly allerdings schnell klar, dass sie sich auf jeden Fall eine Oreo-Füllung wünscht. Da wir aber noch keine genauen Vorstellungen hatte, wie diese wohl schmecken wird, habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen, diese Füllung einfach bei ihrer Junggesellinnenabschieds-Torte auszuprobieren.
Was soll ich sagen?! Sie war begeistert!
Wie die Torte aussah, seht Ihr hier:


Damit die beiden aber noch anderen Füllungen den Geschmackstest unterziehen konnten, bereitete ich kleine Testtörtchen mit den Füllungen Oreo, Karamell, Kinderschokolade und Erdbeer vor. Schnell stand fest, dass Oreo und Kinderschokolade den Test bestanden haben.
Also fiel die Entscheidung so aus, dass die zweistöckige Torte mit Oreo und die beiden einzelnen Torten mit Kinderschokolade gefüllt werden.

Als ich die 4 Torten dann 3 Tage vor dem großen Tag gebacken habe, konnte ich  sie noch ganz gut lagern. Einen Tag später wurde es dann schon eng. Ich schnitt die Torten für die Füllungen zurecht und leerte meinen zweiten Kühlschrank, damit die Torten zum einen keine Feuchtigkeit von anderen Lebensmitteln anziehen konnten und zum anderen natürlich keine fremden Geschmäcker. Ein Lachsgeschmack in einer Oreo-Torte wäre zum Beispiel nicht unbedingt von Vorteil gewesen, denke ich... Aber so konnte ich das Kühlproblem ganz gut lösen.

Am Tag der Hochzeit habe ich die einzelnen eingedeckten Torten ins Auto geladen und - wie auch schon die Cupcakes - vor Ort dekoriert, damit auf dem Weg nichts kaputt gehen konnte. Zum Glück gab es vor Ort einen separaten Raum mit vielen Tischen, die ich mir zusammenschieben konnte, um viel Platz zu haben. 
So setze ich vor Ort die Bordüren, die Lilien und die Figur auf die Torten und wirklich bis zu diesem Zeitpunkt habe ich keine komplette Dekration im Kopf gehabt. Natürlich habe ich mich zuvor an irgendwelche Skizzen gewagt, aber die sahen dann tatsächlich doch anders aus als das reale Endergebnis.

Nun bleibt noch die Frage, wie die endgültige Dekoration ausgesehen hat.
Bei dieser Entscheidung haben mir die beiden großen Spielraum gelassen. Ihnen waren die Farben lila und weiß sowie die Lilien und ihre Figur wichtig. Also entschied ich mich dazu, einige Lilien vorzubereiten, von denen ich drei Stück zum Gesteck zusammengebunden habe. Sie haben den Weg bis auf die obere Torte gefunden. Die hübsche Figur bot sich dazu an, die auf den überstehenden Rand der unteren Torte zu stellen. Weil sie aber so verlassen wirkte, habe ich ein lila Herz aus Blütenpaste dahinter in die Torte gesteckt, so wurden die beiden doch noch zum kleinen Blickfang neben den großen Lilien.


Die beiden einzelnen Torten deckte ich in lila ein und dekorierte sie mit jeweils einer einzelnen Lilie und weißer Kügelchen-Bordüre, was sie sehr schlicht aber dennoch eleganz aussehen ließen.
Damit alles zusammen ein stimmiges Bild ergab, habe ich alle vier Torten mit niedlichen Kügelchen-Bordüren in der jeweils anderen Farbe beklebt.



Was ich auch noch total niedlich fand, war das "Tortenbett" in der Location. Hier wurde ein romantisches Metallbett mit Himmel zum Tortentisch umfunktioniert und mit einigen glücksbringenden Schweinchen dekoriert. Es ist natürlich eine Frage des Geschmacks, aber in diesem Fall hat dieser sowohl beimBrautpaar als auch bei mir zugeschlagen.
Aber seht selbst...



Die Anordnung der vielen Leckereien auf dem Tortenbett stand für mich schnell fest. Im Vordergrund sollte natürlich die zweistöckige Torte stehen, jeweils links und rechts dahinter haben die einzelnen Torten ihre Plätze eingenommen und die Cupcakes jeweils dazwischen. Eine kleine Etagere mit den Herzkeksen habe ich noch mit draufgestellt und etwas abseits ganz links natürlich das Kuchengeschirr; das sieht man hier allerdings nicht ;-)



Das Bett stand auf Rollen und konnte somit um 22:30 Uhr vom Servicepersonal in den großen Saal gefahren werden. Das haben sie ganz toll gemacht; an jeder der vier Ecken schob ein Mitarbeiter das Bett mit einer Hand und in der anderen hielt jeder eine Fackel.
Taktisch sehr klug, da so kein Ruß/ keine Asche auf den Torten landen konnten, wie es evtl. mit Wunderkerzen passiert wäre. Das Bett wurde mit spannender Musik eingefahren und ein paar Mal im Kreis gedreht, damit man alle Seiten einmal betrachten konnte. Dann gab's noch ein liebes Dankeschön und die Möglichkeit zum Fotografieren, ehe die große Tortenschlacht dann losgehen konnte.
Bisher sind bei mir keine Klagen angekommen, also gehe ich davon aus, dass alles lecker war!


An dieser Stelle möchte ich mich noch mal (nicht, dass ich es schon mehrfach getan hätte...) ganz herzlich bei Melly & Max für das großartige Vertrauen und die tolle kreative Zusammenarbeit bedanken.
Eine Hochzeitstorte zuzubereiten, was ich vorher noch nie getan habe, war ein wunderbares und zugleich aufregendes Gefühl für mich. Ebenso war es für Euch wahrscheinlich auch nicht immer so easypeasy, da Ihr ja nicht wusstet, worauf ihr Euch da eingelassen habt... :D
Dass Ihr toll ausgesehen habt, habe ich schon 300mal gesagt oder?! ;-)

Dann bleibt mir an dieser Stelle nur noch übrig, Euch eine wundervolle Ehe zu wünschen und Euch meinen größten Dank auszusprechen! 

Hier könnt Ihr noch die anderen Teile meiner Hochzeitsreportage nachlesen:
Hochzeit Melly & Max - Teil 1 - Die Kekse
Hochzeit Melly & Max - Teil 2 - Die Cupcakes



D A N K E ! ! !

Eure Steffi

Kommentare

  1. Immer wieder schön zu lesen...
    Wir danken dir, dass du unseren Tag mit einer wundervoll schmeckenden und zu gleich fürs Auge traumhaft schönen Torte bereichert hast. Dieses Erlebnis wird auch dank dir unvergesslich bleiben!
    Am besten wäre, jedes Jahr zu unserem Ehrentag eine "Wiederholungs"- Torte zu vernaschen... 🎂
    Auf weiterhin viele Gaumenfreuden!

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    1. Das freut mich sehr und es war mir eine riesen Freude :-*
      Das mit der jährlichen Torte überdenken wir aber noch mal in Ruhe :-D

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